Diese insgesamt rund 60 Gemälde sind motivisch an Zeichnungen meiner damals 5-jährigen Tochter Gloria angelehnt.Die minimalistische Gestaltung der Motive, wie auch der Verzicht auf jegliche Struktur und Ordnung bei deren Position und Anordnung auf den Leinwänden, sind als Referenzen auf den kreativen Schaffensprozess von Kindern zu verstehen. In Summe ergeben die einzelnen Gemälde eine großflächige Installation, die sich über drei Wände erstreckt. Die Installation dient wiederum als manifester, also analoger Ausgangspunkt für den digitalen Ausbau der Arbeit. Infolge der Digitalisierung wird das zweidimensionale Bild um eine temporale Dimension erweitert und somit förmlich zum „Leben erweckt“, da die Inhalte in Bewegung versetzt werden.
Die litauische Künstlerin Ivona Aya ermöglicht diese Erweiterung der Realität mithilfe von innovativer Technologie. Smartphones und/oder Tablets, die mit entsprechenden Applikationen ausgestattet sind, erlauben ein visuelles Eintauchen in die „Augmented Reality“ (erweiterte Realität), wo die Gesetzmäßigkeiten der manifesten Wirklichkeit keine Gültigkeit haben.
Sommer/Herbst 2019